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Genomik in der Krebsbehandlung

Genomik in der Krebsbehandlung

Genomik ist die Untersuchung komplexer Gruppen von Genen und ihrer Expression in den Zellen (d. h. wie hoch ihr Aktivitätsniveau ist) sowie der Rolle, die sie in der Biologie spielen. Man kann sie sich auch als kleines interagierendes Netzwerk von Genen vorstellen, das die Biologie der Krebstumoren und das Ansprechen auf eine Behandlung beeinflusst.

Das Humangenomprojekt hat ungefähr 25 000 Gene des menschlichen Genoms identifiziert. Derzeit wird in der Forschung unter anderem daran gearbeitet, das notwendige Wissen zu erwerben, um Krebsbehandlungen auf der Grundlage genomischer Informationen individueller gestalten zu können. In der Praxis verwertbare Erkenntnisse aus den genomischen Informationen ergeben sich, zusätzlich zu unserem Wissen über ihre Sequenz oder Form, aus dem Verständnis, wie diese Gene interagieren und welche Funktionen sich daraus ergeben.

Genomik und Genetik mögen zwar ähnlich klingen und auch verwandt sein, doch konzentriert sich jede Disziplin auf unterschiedliche Informationen.

Allgemein gesagt, geht es bei der Genetik darum, wie vererbte Eigenschaften von Generation zu Generation durch die Gene weitergegeben werden und wie neue Eigenschaften durch genetische Mutationen oder Veränderungen entstehen. Dabei kann es sich um Merkmale wie Augen- oder Haarfarbe handeln.

Eine Veranlagung für bestimmte Krankheitsarten kann ebenfalls über die Gene weitergegeben werden, wie beispielsweise im Fall der BRCA1- und BRCA2-Gene, die normalerweise dabei helfen, das Zellwachstum zu steuern. Eine Frau mit mutierten BRCA1- und/oder BRCA2-Genen hat ein höheres Risiko, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken. Es gibt Brustkrebs-Gentests für das BRCA1- und das BRCA2-Gen, um festzustellen, ob Mutationen vorliegen. Im Unterschied zu diesen Gentests ist der Oncotype DX Test (oder Brustkrebstest) für invasiven Brustkrebs ein genomischer Test und kann nur an bestehendem Krebsgewebe durchgeführt werden.

Ein genomischer Test wie der Oncotype DX Test für invasiven Brustkrebs analysiert Gengruppen und deren Aktivitätsniveau. Diese Aktivität kann sich darauf auswirken, wie sich ein Krebs wahrscheinlich weiterentwickeln kann und auf eine Behandlung ansprechen wird. Anders als ein Gentest liefert der Oncotype DX Brustkrebstest keine Informationen über die vererbte genetische Ausstattung eines Menschen; er untersucht vielmehr die Gene im Brusttumor einer Patientin, um zu verstehen, wie diese Gene interagieren und das Tumorverhalten beeinflussen.

Mit der fortschreitenden Genomforschung wird erwartet, dass die Anwendung genomischer Informationen die Diagnose, Prognose und Behandlung von Krebs und vielen anderen Krankheiten verbessern wird.

Um die klinische Genomik effektiv zur Verbesserung der Krebsbehandlung und der Behandlungserfolge einsetzen zu können, gilt es festzustellen, welche Gengruppen und Geninteraktionen die unterschiedlichen Krebsuntergruppen beeinflussen. Genomic Health führt Studien durch, um zu verstehen, welche Genexpressionsmuster innerhalb eines Tumors mit dem Ansprechen auf eine Krebstherapie,und dem Rückfallrisiko oder dem Risiko einer Metastasierung assoziiert sind. Die Ergebnisse dieser Genomstudien können genutzt werden, um klinisch validierte Tests zu entwickeln, die das Genomprofil eines Tumors untersuchen. So kann man sich zum Beispiel ein Bild davon machen, ob Brustkrebspatientinnen von einer Tamoxifen-Behandlung oder Chemotherapie profitieren werden oder ob ein Wiederauftreten des Tumors wahrscheinlich ist.

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